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Die Herausforderung der Bewerbung - So kannst Du sie meistern!

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Veröffentlicht von in Bewerbung · 3 Januar 2020

Hürden und Lösungen


Am Ursprung meiner Arbeit steht immer eine Person, die zu mir sagt „Bitte erstelle mir meine Bewerbungsunterlagen“. Aus Neugierde möchte ich wissen, was meinen Kunden dazu veranlasst mich aufzusuchen, denn letztlich sind die meisten von uns alphabetisiert, was ja Grundvoraussetzung die Bewerbungserstellung ist. Nicht selten folgt ein tiefer Seufzer, ich sehe die Erschöpfung und zum Teil die Verzweiflung, die mir bereits offenbart was ich wissen muss. Die Antworten reichen von „Ich versuche es schon so lange und es klappt nicht,“ über „Ich habe weder Zeit noch einen Nerv dazu“ bis hin zu „Sobald ich mich hinsetze und starten möchte, bin ich wie blockiert und bekomme nichts aufs Papier“.

Schon vor meiner Zeit als Bewerbungscoach und Ghostwriter ist mir nie eine Person im Freundes-, Bekannten- oder Familienkreis begegnet, die mir euphorisch von ihrem Vorhaben sich zu bewerben berichtete.
Aber warum ist das so? Denn offenbar ist es den meisten Menschen möglich einen Aufsatz in der Schule, einen Brief an die Freundin oder eine E-Mail an den Kollegen zu verfassen, ohne dass sie dies als Herausforderung sehen.
Also worin unterscheidet also das Schreiben von Bewerbungen?
Es ist die Situation! Denn lassen Sie uns mal überlegen wann man sich bewirbt.
Gesellschaftlicher und finanzieller Druck

Wenn wir von einem klassischen Bildungsweg und Arbeitsleben ausgehen, stehen wir nach der abgeschlossenen Ausbildung oder Studium zum ersten Mal an diesem Punkt. Das Kapitel ist noch nicht einmal beendet und der Opa fragt auf der Familienfeier: „Das Studium ist ja in paar Monaten rum, weißt du schon, wie es danach weitergehen soll“? Ein Leerlauf in der deutschen Gesellschaft nicht gern gesehen uns das Adjektiv „arbeitslos“ entsprechend nahezu tabuisiert. Eine drohende Arbeitslosigkeit macht einem jungen Menschen Druck sich zeitig zu bewerben und nicht in das gesellschaftliche Aus manövriert zu werden. Auch in höheren Karrierestufen ist der Verlust des Arbeitsplatzes wenig erfreulich. Die Einnahmen bleiben gänzlich aus oder werden merklich reduziert, während die finanziellen Verpflichtungen dieselben bleiben. Als Familienvater z.B.  oder als alleinerziehende Mutter aber auch als lediger Mensch muss schnell ein neuer Job her.

Aber genau hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Mit diesem Druck im Nacken dürfte es schwerfallen die eigene Person für einen potenziellen Arbeitgeber zu vermarkten, was für den gewünschten Erfolg von Nöten wäre.
Daher ist es sehr wichtig, sich von diesem Druck zu befreien, entspannt zu bleiben und nicht in Aktionismus zu verfallen. Zwar ist jeder Fall individuell zu betrachten aber oft handelt es sich nicht um realen Existenzdruck, sondern um das Gefühl den Erwartungen anderer nicht zu entsprechen. Das Idealbild einer erfolgsorientierten Arbeitswelt ist ein souveräner und gradliniger Werdegang – so wurde es uns gelehrt.
Aus Erfahrung sage ich Ihnen, dass dieses Ziel überbewertet ist. Nehmen Sie sich Zeit für wichtige Entscheidungen, zu denen auch die Wahl der ersten oder der nächsten Arbeitsstelle gehört. Auszuprobieren und den Mut zu haben aus einer unbefriedigenden Situation auszubrechen, bringt Sie weiter. Es ist vollkommen legitim die Ausbildung, den Beruf oder den Studiengang zu wechseln oder sich komplett neu zu orientieren. Zeit und Gelassenheit sind hier die besten Wegbegleiter. Erst wenn Sie wissen, wo die Reise hingehen soll können Sie eine durchdachte, gut strukturierte und aussagekräftige Bewerbung verfassen.

Die Zeit


Die ideale Ausgangssituation ist, sich aus dem Job heraus zu bewerben. Das bedeutet, dass Sie bereits in Anstellung sind und weder finanziellen noch gesellschaftlichen Druck haben. Was also macht hier den Berufswechsel zur Herausforderung? Wer schon einmal „schnell mal eine Bewerbung schreiben“ wollte, weiß, dass aus „schnell“, schnell mal Stunden und Tage werden können. Eine Bewerbung soll den Weg zum Traumjob ebnen und wird schnell zur Herkulesaufgabe – der Zeitfaktor wird unterschätzt und wird so zur Herausforderung. Viele Menschen hängen aus diesem Grund seit Jahren in einem Job fest, den sie nicht gerne tun. Nach einer langen Arbeitswoche priorisieren die eng bemessene Zeit gerne zugunsten der Familie, Freunde oder bevorzugten Freizeitaktivitäten um.

Wie kommt man aus diesem zeitlichen Dilemma? Indem man den Bewerbungsprozess in einzelne Segmente aufgliedert und eine realistische Zeitspanne für die Fertigstellung festlegt. Aus dem großen Berg werden kleine, schaffbare Etappenziele. Schaffbar hinsichtlich Zeit, Lust, Ausdauer, Motivation und einer Zufriedenheit, die sich bei Erreichung der Etappen einstellt.

Ihr 10-Etappen-Plan zur entspannten Bewerbungserstellung:

  1. Alle Schul- und Arbeitszeugnisse/Zertifikate/Referenzen zusammensuchen (30 min - 45 min)
  2. Einscannen, ggf. aufbereiten, nach Datum sortiert, abspeichern (45 min).
  3. Lebenslauf, falls vorhanden, um die letzte Arbeitsstelle und Zertifikate, editieren (20 min). Falls nicht vorhanden, lückenlosen Lebenslauf erstellen (60 min - 90 min).
  4. Geeignetes Foto aussuchen, ggf. digitalisieren (15 min) oder einen Termin zum Bewerbungsfotoshooting wahrnehmen (30 min - 60 min).
  5. Gewünschte Arbeitgeber, Einsatzbereiche und Aufgaben definieren (60 min).
  6. In Jobbörsen gezielt nach Wunschstellen suchen und auf eine konkrete Stellenausschreibung für die Bewerbung, festlegen (60 min).
  7. Informationen über den potenziellen Arbeitgeber recherchieren z.B. hinsichtlich Geschichte, Produkt- oder Dienstleistungspalette, Werte, Ziele und Parallelen zur eigenen Person zusammentragen (30 min - 90 min).
  8. Erfordernisse der ausgeschriebenen Stelle studieren und Fähigkeiten zur Aufgabenbewältigung aus Ausbildung, Studium, Arbeitszeugnissen, belegten Kursen/Seminaren oder dem Gedächtnis feststellen und zusammentragen (60 min).
  9. Mit den zusammengetragenen Informationen kann nun das Anschreiben angegangen werden. Das Anschreiben beansprucht die meiste Zeit. Siebzig Prozent aller Bewerber empfinden die Verfassung als sehr schwierig, da es das Ziel hat erfolgreiche Eigenwerbung zu betreiben. Nehmen Sie sich hierfür etwas mehr Zeit (120 min).
  10. Fassen Sie alle Komponenten zu einer zusammenhängenden Datei zusammen, bestimmen Sie die die Relevanz und Anordnung der Zeugnisse in Abhängigkeit von der Stellenbeschreibung und lesen Sie schließlich akribisch Korrektur und fertig sind Ihre Unterlagen.

Wenn Sie sich jeden dritten Tag 30 min - 90 min Zeit nehmen, haben Sie noch genügend Freiraum und sind dennoch schon in einem Monat, komplett stressfrei fertig.


Die Unwissenheit über die Mitstreiter


Wenn ich eine Bewerbung schrieb, schwirrten unterschwellig immer gewisse Gedanken mit. Beispiele sind: „Wie viele Bewerber gibt es wohl noch für diese Stelle“, „hoffentlich haben die Anderen nicht viel mehr Berufserfahrung als ich“, „bestimmt haben die Anderen mit einer besseren Note ihr Studium abgeschlossen“ oder „ach und außerdem habe ich, anders als die meisten anderen, kein Auslandssemester gemacht- das wird doch eh nichts“.
Das Informationsdefizit führt nicht nur wilden Spekulationen, sondern kann uns verunsichern und oftmals sogar dazu führen, dass der eine oder andere sich seine Traumstelle wegen vermeintlicher geringer Eignung selbst ausredet.
Diese Gedanken bringen Sie nicht weiter. Sie sind kontraproduktiv, da sie Sie zum einen entmutigen und zum anderen auf wilden Spekulationen beruhen. Versuchen Sie diese Gedanken auszublenden und sich auf Ihre Fähigkeiten, Ihren Erfahrungen und Ihrer Motivation zu konzentrieren und alles gekonnt zu einem authentischen Gesamtbild zu formen. Machen Sie sich bewusst, dass jeder Bewerber nur ein einziges Mal vertreten und somit einzigartig ist. Eine direkte Vergleichbarkeit ist nicht gegeben. Vergessen Sie nicht, dass der Bewerberauswahlprozess von Individuen durchgeführt wird, welche auch individuell agieren und unterschiedlichen Dinge priorisieren. Wenn die 60 % - 70 % der Erfordernisse in der Ausschreibung erfüllen können, dann wagen Sie es einfach!

Bewerbungstrends im Wandel


Wenn ich Unternehmern unseren Geschäftsgegenstand erkläre, reichen die Reaktion von Begeisterung bis hin zu Unverständnis. Von Befürwortern höre ich meist „Schade, dass es Sie noch nicht gab, als ich die Hilfe gebraucht hätte. Ich musste mich da alleine durchquälen.“ Die Skeptiker hingegen begegnen mir mit Aussagen wie „Wieso kann man denn seine Bewerbung nicht selber schreiben? Wie das geht, sollte doch Jeder wissen“. Bestimmt, könnte jeder eine Bewerbung schreiben, einfach um sagen zu können man habe sie allein geschrieben, aber wie zielführend kann das sein, wenn man viele Jahre keine Bewerbung geschrieben hat nicht weiß, was die aktuellen Bewerbungstrends sind. Denn so wie es auch in der Mode oder bei ständig fortschreitenden Technologien der Fall ist, ändern sich auch die Trends im Bewerbungsprozess.

Der Wandel betrifft nicht nur die Bewerbungskanäle, wie z. B. von der klassischen schriftlichen Bewerbung über die Emailbewerbung hin zu Bewerbungsmasken. Auch Aufbau, Bestandteile oder Anordnung ändern sich. War vor einigen Jahren ein Motivationsschreiben nahezu unbekannt, so hat es sich in den letzten 3-4 Jahren etabliert und darf in einigen Branchen und Karrierestufen nicht fehlen. Das Deckblatt war früher ein Muss, inzwischen aber eine Kann-Option. Hobbys haben auch ein Revival und gehören in den Lebenslauf wieder rein. Falscher Stolz ist hier nicht angebracht und kontraproduktiv – wenn Sie sich nicht sicher sind, suchen Sie sich unbedingt Hilfe.

Wenn Sie sichergehen möchten, orientieren Sie sich an der DIN-Norm für Bewerbungen. Zwar müssen Bewerbungen heutzutage nicht nach der DIN 5008 angefertigt werden, wenn dies nicht explizit gewünscht ist, dennoch bietet Sie eine verlässliche Quelle, wenn Sie bei der Vorgehensweise unsicher sind. Wenn Sie eine moderne zeitgemäße Bewerbung möchten, deren Anfertigung sie nicht komplett auslagern möchten, sondern selbst vornehmen möchten, dann suchen Sie sich professionelle Unterstützung. Im Rahmen unseres Bewerbungsunterlagen-Checks erfahren Sie worauf es ankommt und wie Sie Ihre Bewerbung idealerweise gestalten können. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns noch heute, denn schließlich geht es um Ihre Zukunft.



GESCHÄFTSZEITEN

Montag - Freitag 9:00 - 18:00 Uhr

Inhaberin: Ouided Majrada- Boy
Zuständige Kammer: IHK Magdeburg  
Zuständiges Amtsgericht: Haldensleben  
St. Nr.: 105/208/05910

Verantwortlich für den Inhalt: Mario Boy
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